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Generation Alpha2020-05-25T07:32:42+00:00

Projekt Beschreibung

Nach den Generationen X, Y und Z ist das lateinische Alphabet aufgebraucht. Für die neue Generation der nach 2010 Geborenen bedienen sich die Generationenforscher deshalb jetzt des griechischen Alphabets – und taufen diese: Generation Alpha. Die Gen Alpha stellt die Forschung dabei auf große Herausforderungen. Die Vorgänger der Alphas wurden größtenteils nach Abschluss der “Epoche” genauestens analysiert. Die Generation Alpha steckt allerdings noch in den Kinderschuhen und ist noch nicht mal volljährig. Dass die bis 2025 Geborenen auch noch zur Generation Alpha gezählt werden, macht die Schwierigkeiten diese Generation schon jetzt zu erforschen sichtbar. Dennoch versuchen Forscher und Marketer dieser Generation frühzeitig ein Gesicht zu geben, auch wenn dabei Thesen aufgestellt werden, die sich erst beweisen müssen.

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Die Millennials – Einflüsse der Elterngeneration

Bevor wir Vermutungen über die Generation Alpha anstellen, lohnt es sich einen Blick auf die Elterngeneration der Alphas zu werfen. Die Millennials bzw. Generation Y ist die bis dato am meisten erforschte Generation. Durch diese Einflüsse werden sich Rückschlüsse auf die Alphas ergeben.

Die Generation Y (geboren zwischen 1980 und 1995) hat die Arbeitswelt mit ihrem hohen Bildungsgrad, technischer Affinität und vor allem Selbstbewusstsein nachhaltig verändert. Arbeiten aus dem Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind das Resultat dieser Eigenschaften. Besonders aufgrund der stabilen Zahlen der Studienanfänger und Absolventen und des technischen Fortschritts kann man zweifelsfrei behaupten, dass die Generation Alpha einen ähnlichen oder sogar besseren Bildungsgrad erreichen wird als die Generation Y. Das Gleiche gilt für die technische Affinität und Versiertheit.

Allerdings ist zu vermuten, dass der optimistische und selbstbewusste Blick in die Zukunft der Generation Y nicht in diesem Maße auf die Alphas übergehen wird. Schon die Generation Z (1996-2010) wirft einen eher skeptischen Blick auf Themen wie Globalisierung, Klimawandel und digitale Transformation. Gerade durch die Coronakrise und der nicht vorherzusehenden Auswirkungen auf die globale Wirtschaft kann man davon ausgehen, dass auch die Generation Alpha eine gewisse Skepsis hinsichtlich dieser Zukunftsfragen an den Tag legen wird.

Demografische, kulturelle und globale Herausforderungen

Diese Zukunftsfragen, Herausforderungen und Bereiche werden in einem hohen Maße Einfluss auf die Generation Alpha nehmen:

Arbeitswelt 2.0

Homeoffice oder Büro? Flexible oder feste Arbeitszeiten? Work-Life-Balance oder Work-Life-Trennung? In diesen Arbeitsmodellen finden die Generationen Y und Z keinen gemeinsamen Nenner. Wo die Generation Y mehr Freiheiten und Flexibilität forderte, will die Generation Z zurück zu einer Trennung von Arbeit und Freizeit. Die bevorzugte Variante der Generation Alpha wird vermutlich irgendwo dazwischen liegen. Die technischen Gegebenheiten für ein Arbeiten von Zuhause werden bei den meisten Alphas gegeben sein, die schon im Kindesalter mit Smartphone und Tablets konfrontiert werden. Wahrscheinlich ist es auch richtig, diese verschiedenen Arbeitsmodelle nicht als Gegner zu betrachten, sondern als Optionen, auf die jeder Arbeitgeber und -nehmer zurückgreifen können sollte.

Klimawandel

Im Zuge der Bewegung “Fridays for Future” gehören demonstrierende Schüler, die sich Ihrer Verantwortung für das Weltklima bewusst sind, nicht zur Seltenheit. Diese Bewegung bildet eine der Säulen der Generation Z. Eine Veränderung ist deshalb nicht wahrscheinlich. Eher das Gegenteil. Das Bewusstsein für die Natur und einen verantwortlichen Umgang mit Rohstoffen ist bei Weitem keine Randbewegung grüner Politiker mehr, sondern durch “Fridays for Future” zu einem weltpolitischen Thema geworden und wird somit auch die Generation Alpha begleiten.

Umgang mit digitalen Medien

Dass die Eltern der Generation Alpha eine hohe Affinität zu technischen Geräten hat, ist kein Geheimnis mehr. Auch Kinder, die ihr eigenes Smartphone besitzen, gehören nicht zur Seltenheit. Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass die Generation Alpha früh mit den Ergebnissen dieses technischen Fortschritts in Verbindung kommen wird. Eine der zentralen Aufgaben von Politik, Lehrbeauftragten und gerade der Eltern wird es sein, einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Wie lässt sich also das Nutzen digitaler Medien und technischer Gerätschaften in den Alltag der Generation Alpha integrieren ohne das Probleme (z.B. Sucht) auftreten? Lehrer und Eltern sollten hier als Vorbilder fungieren, um der jungen Generation den selbstständigen und kritischen Umgang mit Medien beizubringen.

Contentbild Generation Alpha

Kennen Sie den erfolgreichsten YouTuber des Jahres 2019?

Wenn man die Frage nicht beantworten kann, gibt es keinen Grund zur Scham. Der YouTuber und auch die meisten seiner Zuschauer sind Mitglieder der Generation Alpha. Die Rede ist von Ryan Kaji, einem 8-jährigen Amerikaner, der laut Forbes der erfolgreichste YouTuber des Jahres 2019 war. Natürlich wird er dabei von seinen Eltern unterstützt. Dennoch kann man dies zweifelsfrei als erste mediale Erfolgsgeschichte eines Mitglieds der Generation Alpha ansehen.

Besser zu früh als zu spät – Ein Ausblick für Marketer und Personaler

Wie bereits erwähnt, befinden sich die Mitglieder der Generation Alpha noch in den Kinderschuhen. Dennoch werfen die ersten Marketer bereits ihren achtsamen Blick auf die junge Zielgruppe. Auch wenn die Alphas noch mit wenig Kaufkraft ausgestattet sind, sieht man bereits Bewegungen auf den Märkten für smartes Spielzeug oder Learning-Apps für Kinder. Diese Tatsachen außer Acht zu lassen, wäre für Marketer fahrlässig. Deshalb wird sich eher zu früh als zu spät mit der Gen Alpha befasst.

2025 wird ein großer Teil der Weltbevölkerung den Alphas angehören. Neben Marketern wird die Generation Alpha auch deshalb für das Personalmarketing von Unternehmen immer interessanter. Gerade für die Besetzung von Stellen sogenannter Fachkräfte werden die Alphas in Zukunft gefragt sein. Mit Einführung der Fächer Informatik und Wirtschaft als Pflichtfächer in der Sekundarstufe 1 werden die Schüler früh mit dem Programmieren und wirtschaftswissenschaftlichen Zusammenhängen konfrontiert werden. Dieses Wissen wird ihnen den Einstieg auf dem Arbeitsmarkt erleichtern und macht sie zu attraktiven Arbeitnehmern in der neuen digitalen Arbeitswelt.

Fazit

Schüler und Studierende, die mit Elektroautos zur Uni oder in die Schule fahren und den Haushalt über Sprachassistenten und Smart Speaker steuern. Für die vorherigen Generationen mag sich dies wie Science Fiction anhören. Für die Generation Alpha werden diese technischen Errungenschaften wahrscheinlich zum Alltag gehören. Das Aufwachsen inmitten der Elektromobilität und künstlicher Intelligenzen wird die Generation Alpha zu einer Stütze der Gesellschaft machen, die den technischen Fortschritt weiter vorantreiben wird. Und wahrscheinlich werden sie auch die erste Generation sein, die mit diesem Fortschritt kritisch, sinnvoll und vorteilhaft umgehen wird und sich nicht wie vorherige Generation davon verführen lässt.

Erfahren Sie mehr über die Generationen Y & Z!

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